Desktop.ini für Ordnersymbole und -Miniaturen erstellen

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Kundal
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Desktop.ini für Ordnersymbole und -Miniaturen erstellen

Beitrag von Kundal » 21. Sep 2011 17:33

Die hier vorgestellten Schalter stammen aus einem Beitrag von AKI© und wurden in Zusammenarbeit mit SigmaTau erarbeitet. Der Beitrag enthält ausführliche Erklärungen und weitere Varianten der hier vorgestellten Schalter, weshalb es sich empfiehlt dort ergänzend zu lesen:
http://www.haage-partner.de/forum/viewt ... =41&t=3788

Um diesen Beitrag übersichtlicher zu halten poste ich hier keine Schaltercodes sondern biete alle beschriebenen Schalter zum Download an. Zur Verwendung muss die Zipdatei entpackt werden (wichtig!) und die *.dcf-Dateien im Anpassen-Modus auf einen freien Platz in einer Symbolleiste gezogen (oder mit kopieren/einfügen eingefügt) werden.

Die versteckte Systemdatei desktop.ini wird von Windows verwendet um Ordnern Symbole, Miniaturbilder, Tooltip-Beschreibungen etc. zuzuweisen. Bei Systemordnern wie "Eigene Musik" wird ausserdem z.B. bewirkt, daß der Ordner auf die Systemsprache eingestellt und immer als "Eigene Musik" angezeigt wird, auch wenn der wahre Ordnername anders lautet (für "Eigene Musik" z.B. die Zeile LocalizedResourceName=@%SystemRoot%\system32\shell32.dll,-21779 in der desktop.ini).
Bei der Änderung von Symbolen für Systemordner sollte man deshalb sicherheitshalber ein Backup erstellen, weil diese Einträge wie man sieht nicht so einfach wiederherzustellen sind.

Zuweisen eines Ordnersymbols:
Normalerweise geschieht die Zuweisung eines Symbols über die Eigenschaftsseite des Ordners (Eigenschaften=>Anpassen=>Anderes Symbol). Die Funktion erstellt die desktop.ini mit Verweis auf die Symbol-Resource und setzt für den Ordner (nicht auch dessen Inhalt!) das Schreibschutzattribut "r", das Windows benötigt um die im Ordner enthaltene desktop.ini zu berücksichtigen. Als Icon-Resource kommen die Dateitypen *.ico, *.bmp, *.exe, *.dll, und *.icl (evtl. auch mehr) in Frage. Bei den letzten drei Dateitypen ist zu beachten, daß dort i.d.R. mehrere Icons enthalten sind. Die hier vorgestellten Schalter benutzen immer das erste vorhandene Icon. Bei *.exe-Dateien ist das fast immer das Haupt-Programmsymbol. Bei Ordnern auf Wechsellaufwerken, Netzlaufwerken etc. ist es sinnvoll, die Symboldatei im gleichen Ordner (versteckt) zu speichern, damit das Symbol auch auf anderen Systemen angezeigt wird. Bei lokalen Ordnern kann die Symboldatei auch an einem anderen Ort liegen.

Schalterbeschreibung:
Die ersten beiden Schalter sind Zwei-Wege-Schalter die jeweils bei Linksklick ein Backup der evtl. vorhandenen desktop.ini erstellen, während bei Rechtsklick kein Backup erstellt wird. Der dritte Schalter erstellt kein Backup sondern löscht desktop.ini und folder.bmp wenn vorhanden, da er speziell für Audio-Ordner gedacht ist wo ich ein Backup unnötig finde.
1) Ordner-Icon aus markierter Datei im Ordner (empfohlen für Wechsel- und Netzlaufwerke)
Der Schalter benutzt eine im aktuellen Ordner enthaltene und markierte Icon-Resource (i.d.R. *.ico) als Ordnersymbol.
2) Zielordner-Icon aus markierter Datei im Quellordner (empfohlen für Ordner auf lokalen Laufwerken)
Dieser Schalter erstellt eine desktop.ini im Zielordner und verwendet die im Quellordner markierte Datei als Icon-Resource.
3) Ordner-Icon aus markierter Bilddatei
Der Schalter nutzt eine im Ordner vorhandene Bilddatei, erstellt eine zu "folder.bmp" konvertierte Kopie und verwendet diese als Ordnersymbol. Ich benutze diesen Schalter um die in meinen Musikalben-Ordnern vorhandenen "coverart.jpg's" als Symbol zu verwenden. Da diese Dateien qudratisch sind ist das Beschneiden (wie bei den folgenden Schaltern) unnötig.
Der Schalter funktioniert auch hervorragend im FlatView-Modus für mehrere coverart.jpg's auf einmal.

Zuweisen einer Ordnerminiatur:
Zur Zuweisung einer Ordnerminiatur eignen sich eigentlich sinvollerweise nur Bilddateien (*.bmp, *.jpg, *.png,*.gif etc.), die von den folgenden Schaltern zu einem versteckten "folder.bmp" konvertiert werden. Eine brauchbare Anzeige bekommt man mit dieser Methode nur, wenn in den Voreinstellungen die Option "Ordnerminiaturen über die Shell erzeugen..." unter Einstellungen=>Voreinstellungen=>Dateianzeigemodi=>Miniaturansicht deaktiviert wurde. Wer die dadurch bewirkte 3D-Anzeige von Miniaturen erhalten möchte sollte lieber "folder.jpg's", bzw. "coverart.jpg's" für Musikordner verwenden. Siehe dazu diesen Beitrag:
http://www.haage-partner.de/forum/viewt ... =17&t=3790
Für die Ordnerminiatur ist eine Bildgröße von 512x512 Pixel optimal. Da die meisten Bilder nicht quadratisch sind ist das Beschneiden des Bildes erforderlich. Da DOpus das nicht selber kann verwende ich hierzu nconvert.exe. NConvert ist Bestandteil von XNView und befindet sich in dessen Installationsordner, kann aber hier auch separat heruntergeladen werden:
http://download.xnview.com/NConvert-win.zip
Der Pfad zu nconvert.exe muss in den Schaltern angepasst werden.
Natürlich können die Bilder auch unbeschnitten verwendet werden. Schaltercodes dazu finden sich im ganz oben erwähnten Beitrag ab Seite 2.

Schalterbeschreibung:
4) Bilddatei als Ordnerminiatur
Der Schalter fügt einer vorhandenen desktop.ini die nötigen Zeilen zur Verwendung der markierten Bilddatei als Ordnerminiatur hinzu (oder erstellt die desktop.ini neu wenn nicht vorhanden), erstellt eine zu "folder.bmp" konvertierte Kopie und beschneidet sie auf 512x512 Pixel. Dazu poppt eine Abfrage auf, in der angegeben werden kann wieviel Pixel von links (bzw. von oben) abgeschnitten werden sollen. Da meine Kamera Bilder im Verhältnis 4:3 erzeugt, sodaß nach der Konvertierung ein BMP mit 682x512 entsteht habe ich den Wert 85 als Vorgabe eingetragen um von beiden Seiten gleich viel abzuschneiden.
Bei Linksklick wird die Breite des Bildes beschnitten, bei Rechtsklick die Höhe.
Achtung! bei mehrmaliger Verwendung des Schalters werden die Zeilen wiederholt eingefügt, was an der Funktion nichts ändert, da die Zeilen identisch sind. Ein vorhandenes folder.bmp wird ohne Backup gelöscht. Wer ein Backup haben möchte möge im Original-Beitrag nachlesen.
5) Bilddatei als Ordnerminiatur + Ordnersymbol
Dieser Schalter verwendet die markierte Bilddatei sowohl für die Ordnerminiatur als auch für das Ordnersymbol. Eine vorhandene desktop.ini wird ebenso gelöscht wie ein vorhandenes folder.bmp. Ein Backup wird nicht erstellt.
Bei Linksklick wird die Breite des Bildes beschnitten, bei Rechtsklick die Höhe.
Der Schalter eignet sich hervorragend für Fotoordner.

Zusätzliche Optionen:
Mit Hilfe der desktop.ini können auch Informationen eingegeben werden die bei Zeigen mit der Maus auf den Ordner im Tooltip angezeigt werden. Eine Anleitung zur Anzeige dieser Informationen findet sich im Originalbeitrag auf Seite 2, dritter Post.
Zur Eingabe der Informationen kann dem Schaltercode aller Schalter nach der Zeile:
echo IconResource=folder.bmp,0 >> {filepath|..}desktop.ini
bei Schalter Nr. 4 nach der Zeile:
:start
folgende Zeile hinzugefügt werden:

Code: Alles auswählen

echo InfoTip={dlgstringS|InfoTip eingeben:}  >> {filepath|..}desktop.ini
Dadurch öffnet sich eine Texteingabe-Box.

Wer die Position eines Icons in einer *.dll, *.exe oder *.icl eingeben können möchte, kann die Zeile
echo IconIndex=0  >> {destpath$}desktop.ini
folgendermassen ändern um statt der Position "0" eine andere Position eingeben zu können:

Code: Alles auswählen

echo IconIndex={dlgstringS|Iconposition eingeben:|0}  >> {destpath$}desktop.ini
Download:
Dateianhänge
Desktop.ini.zip
Desktop.ini für Ordnersymbole und -Miniaturen erstellen
5 Schalter
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