Datenrettung dauert angeblich Wochen

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visionaere
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Datenrettung dauert angeblich Wochen

Beitrag von visionaere » 31. Jan 2011 11:55

Hallo,
ich habe bei einer Festplatte mit 1,5 TB und davon ca. 1,1 TB mit Daten, eine Wiederherstellung auf eine Festplatte mit gleicher Größe veranlaßt. Ich habe alle "Extra gefundenen Dateien" und alle "Erkannt" Dateien angehakt. Die Wiederherstellungszeit wird mit 3 Monaten und 29 Tagen angegeben. Meine 2. Festplatte war nach einem Tag schon vollgeschrieben. Es werden unzählige Datensätze in einem Win-Freeze Archive angelegt, die etwa so ausschauen - 648830.ice - und meißtens zwischen 200 und 700 MB groß sind.

Andere Daten wurden auch schon wieder korrekt hergestellt. Natürlich will ich keine Monate für die Wiederherstellung warten und habe auch keine 1000 TB Festplatte zur Verfügung. Nachdem die Festplatte mit 1,5 TB vollgeschrieben war, hat es mir 1% der Datenherstellung angezeigt.

Ich verwende Win7, vorher war die Festplatte mit WinXP Formariert gewesen, die ich dann unter Win7 aus versehen Schnellvormatiert hatte.

Was läuft hier schief???

Danke schon mal, Gruß Bernd

visionaere
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Re: Datenrettung dauert angeblich Wochen

Beitrag von visionaere » 1. Feb 2011 14:00

Hallo, also ich habs jetzt mit Hilfe des Supports in den Griff bekommen. Bei mir wurden ungefähr 100 TB Daten zur Wiederherstellung gefunden. Tatsächlich waren aber nur 1 TB Daten auf der Platte. Indem ich dann alle Dateitypen abgewählt hatte (unter "Extra gefundene Dateien" und "Erkannt"), die ich nicht kannte /brauchte, hat sich das Datenvolumen auf ca. 2 TB dezimiert. Hier habe ich dann nochmals von Hand alle falsch hergestellten Dateien gelöscht, bis der komplette Sicherungsvorgang durchlief. Letztendlich waren dann ein Großteil der Daten gerettet.

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Re: Datenrettung dauert angeblich Wochen

Beitrag von Support » 6. Mai 2014 14:09

Diese extremen Datenmengen treten beim Tiefenscan auf, weil hier versucht wird, alles zu finden, was irgendwie wie eine Datei aussieht. R-Studio sucht dabei nach bekannten Mustern für Dateianfang und Dateiende. Durch die Fragmentierung, bei der Dateien nicht am Stück, sondern über den Datenträger verteilt gespeichert werden, passiert es aber, dass sich zwischen Anfang und Ende andere Dateien befinden, die dann in diese Datei eingeschlossen werden. Als Ergebnis erhält man eine Datei, die im Extremfall sehr groß sein kann, nämlich dann, wenn viele Dateien "dazwischenliegen". Die "dazwischenliegenden" Dateien werden beim Scanvorgang dann nochmals als separate Dateien gespeichert. So kommt es, dass man auf einer 1TB HD von R-Studio Daten im Bereich von 10 oder mehr TB gefunden werden.

Tipp: Meistens reicht es aus, die Videodateien über die Dateitypen auszuschließen, wenn man nicht nach Videos sucht. Schließt man die Dateien vor dem Scanvorgang aus, erhält man gleich eine viel kleinere Datenmenge. Braucht man die Videodateien, dann lässt man den Datentyp aktiv und sortiert später die Videodateien nach Größe und deaktiert die, die keinen Sinn ergeben.

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