R-Studio auf UFS-Festplatten

Alles zum Thema Datenrettung mit R-Studio, R-Excel, R-Word, R-Mail und R-Drive Image.
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OC7EC
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R-Studio auf UFS-Festplatten

Beitrag von OC7EC » 5. Jul 2008 02:43

Hallo!

Zu dem Produkt R-Studio habe ich mal eine Frage, die leider durch die FAQ nicht
und die Produktbeschreibung nur andeutungsweise berührt wird.

Kurz zum Sachverhalt: Mir ist eine UFS-Partition (FreeBSD) zu Schaden gekommen,
dabei ist der EIngangspunkt zu meinem Heimatverzeichnis verschwunden, d. h.
dessen Name ist zwar noch vorhanden, jedoch wird "bad file descriptor"
gemeldet. Auch fsck ist machtlos, es bricht mit der Meldung "fsck_ufs: bad inode
number 306176 to nextinode" ab. Ich verstehe das mit meinen bescheidenen
Kenntnissen so: Im Ursprung der Heimatverzeichnisse, also "oben" auf
/dev/ad1s1f, ist der Name noch vorhanden, aber die nachfolgende Datenstruktur
fehlt, der Folgezeiger für den Inhalt des Heimatverzeichnisses zeigt also quasi
ins Nichts. Ziel einer Datenrettung wäre es, die (nachweislich noch freien,
entsprechende Resultate liefern df -h über die Partition und du -sch über den
auf der Partition noch lesbaren Rest) Inodes, die mal in diesem Verzeichnis
lagen, wieder an dieses oder ein anderes Verzeichnis anzugliedern (typischer-
weise lost+found, was fsck ja normalerweise problemlos kann).

Nun würde ich natürlich gern wissen, ob R-Studio in der Lage ist, in einem Solchen
Problem zu helfen. Für mich hängt wirklich viel daran, daß die Datenrettung
erfolgreich verläuft - wieviel, das kann ich hier gar nicht sagen. :-)

Eine Folgefrage wäre: Welche R-Studio-Version benötigt man mindestens, um
die erforderliche Diagnostik und Reparatur / Rückholung durchzuführen?

Zugegeben, kein alltägliches Problem, aber ich würde mich sehr freuen, wenn
man mir hier mit einem Kommentar helfen könnte. VIelen Dank im Voraus!

(Falls ich noch genauer vortragen soll, einfach fragen.)

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Re: R-Studio auf UFS-Festplatten

Beitrag von Support » 5. Jul 2008 23:32

Leider haben wir keinen Linux-Spezialisten und keine Erfahrung mit diesem Dateisystem. Sie können aber mit der Testversion die Diagnose durchführen.

Wenn Sie die HD in ein Windows-System einbauen sollten Sie auch eine Vorschau auf viele Dateitypen durchführen können.

Als Version brauchen Sie R-Studio.

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Re: R-Studio auf UFS-Festplatten

Beitrag von OC7EC » 6. Jul 2008 02:20

Zunächst einmal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Leider haben wir keinen Linux-Spezialisten und keine Erfahrung mit
diesem Dateisystem.
FreeBSD ist kein Linux, sondern ein BSD-Derivat, also ein UNIX. Sein
Dateisystem ist UFS Version 2 (auch als FFS bekannt). Da Fehler bei
der Nutzung dieser Systeme extrem selten sind, kann ich mir gut
vorstellen, daß es da kaum Praxiserfahrungen gibt, was Wieder-
herstellungsprognosen angeht.
Sie können aber mit der Testversion die Diagnose durchführen.
Das werde ich machen (siehe unten). Damit ist eine Prognose schon
deutlich sicherer zu formulieren.
Wenn Sie die HD in ein Windows-System einbauen sollten Sie auch
eine Vorschau auf viele Dateitypen durchführen können.
Da "Windows" bekanntermaßen keine anderen als seine eigenen Dateisysteme
verarbeiten kann, nehme ich mal an, daß diese Funktionen über R-Studio
realisiert werden. Ich hoffe, daß das funktioniert und sehe dem Ergebnis mit
Zuversicht entgegen.

Dennoch habe ich verständlicherweise etwas Angst, die Original-Festplatte
in ein "Windows"-System einzubauen. Wer weiß, was damit "aus Versehen"
passiert? Man hört ja so einige Schauergeschichten. Wenn da etwas schiefgeht,
ist das Original kaputt. Ich will damit nicht unterstellen, daß R-Studio im
Nur-Lese-Betrieb des Diagnoseverfahrens Schaden anrichten könne, nein,
aber dem "Windows" traue ich nicht. Vorher mache ich mir jedenfalls
sicherheitshalber ein dd-Backup, welches den Fehler einwandfrei repliziert
(das habe ich schon geprüft). Es wäre natürlich toll, wenn R-Studio mit
Partitionsabzügen anstatt mit echten physikalischen Partitionen arbeiten
könnte. :-)

Eine native BSD-Version (oder auch Linux-Version, die kann unter BSD ja
auch genutzt werden) von R-Studio würde ich sehr begrüßen, wenngleich ich
problemlos gestehe, daß dafür sicher weniger Bedarf besteht als für die
"Windows"-Versionen, die häufig sehr erfolgreich helfen können. (Über Ihr
Produkt hatte ich aus dem "Windows"-Umfeld schon viel Gutes gehört,
daher war meine Hoffnung, daß es auch mir helfen könne.)
Als Version brauchen Sie R-Studio.
R-Studio NTFS, R-Studio FAT oder R-Studio CD-Version? Bitte entschuldigen
Sie die Frage, aber ich habe von "Windows" überhaupt keine Ahnung. Daher
habe ich mir erstmal R-Studio 4.x (genaue Versionsangabe fehlt, RStudioDeutsch.exe
lautet der Name) heruntergeladen und werde mal schauen, ob ich jemanden
finde, auf dessen "Windows"-Rechner ich eine Diagnosefahrt unternehmen kann.
(Diese Testversion scheint nicht spezifisch auf FAT oder NTFS ausgerichtet zu
sein, ist wohl eine Spezialität der Vollversionen?)

Sollte eine Widerherstellung verlorengegangener Inodes bzw. ein "Kettenbruch"
im UFS-Dateisystem (das nehme ich zumindest an) möglich sein, wäre ich
überglücklich, Ihr Produkt kaufen zu können, würde es mir doch die Einschaltung
eines (sicher zu recht) teuren Datenrettungsunternehmens ersparen.

Ich erlaube mir, mich hier nochmal zu melden, sobald ich einen Erfolg (oder
auch keinen) verzeichnen kann, das wären dann mal erste Erfahrungen mit
dem UFS-Dateisystem. :-)

Nochmals vielen Dank, ich habe wieder Hoffnung!

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Re: R-Studio auf UFS-Festplatten

Beitrag von Support » 7. Jul 2008 00:04

Sie brauchen R-Studio, also die "große" Version, da die NTFS- bzw. FAT-Version kein UFS unterstützt.

Bezüglich des Datenträgerausbaus gibt es auch folgende Alternative: Erstellen Sie mit der Boot-Version auf dem BSD-PC ein Image (ein byteweises Image). Dieses Image kann dann wie die normale HD mit R-Studio unter Windows analysiert werden.

Ich muss allerdings zugeben, das dies eine theoretische Anwort meinerseites ist, da ich es so noch nicht getestet habe.

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Re: R-Studio auf UFS-Festplatten

Beitrag von OC7EC » 8. Jul 2008 01:42

Sie brauchen R-Studio, also die "große" Version, da die NTFS- bzw.
FAT-Version kein UFS unterstützt.
Gilt das denn auch für die reine Diagnose, die mit der kostenlosen Test-
version möglich ist? Soweit ich verstanden habe, kann die Testversion
alles, ist nur hinsichtlich der Wiederherstellungsfunktionalität begrenzt,
diese ist dann in den beiden von Ihnen genannten Formen zu erwerben.
Bezüglich des Datenträgerausbaus gibt es auch folgende Alternative:
Erstellen Sie mit der Boot-Version auf dem BSD-PC ein Image (ein byteweises
Image). Dieses Image kann dann wie die normale HD mit R-Studio unter
Windows analysiert werden.
Das wäre auch eine Möglichkeit, nur mangelt es mir hierzu an einem
passenden Datenträger zum Transfer, das Image wäre nämlich ziemlich
groß (es geht hier immerhin fast um eine ganze Festplatte).
Ich muss allerdings zugeben, das dies eine theoretische Anwort
meinerseites ist, da ich es so noch nicht getestet habe.
Ich auch nicht, daher kann ich dazu nur ergänzend kommentieren, wenn
ich es versucht habe. Hoffentlich komme ich diese Woche mal dazu...

Praktische Erfahrungen mit der Datenwiederherstellung unter UNIX habe
ich trotz einiger Jahre Praxis nicht, weil, wie man so schön sagt, solange es
funktioniert, frage nicht nach dem Warum. :-) Natürlich habe ich zu dem
Thema schon recherchiert - ich scheine der zweite (!) Mensch auf dieser
Welt zu sein, der dieses Problem hat. Der erste hat übrigens wohl keine
brauchbare Antwort bekommen. Sollte es mir mit Hilfe von R-Studio also
gelingen - ich "riskiere" den Kauf dann -, so kann daraus eine Prozedur
formuliert werden, falls in 100 Jahren noch mal jemand dieses Problem haben
sollte. :-)

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Re: R-Studio auf UFS-Festplatten

Beitrag von Support » 8. Jul 2008 10:29

Es gibt nur eine Testversion von R-Studio - der Key schaltet dann die entsprechenden Funktionen frei.

Die meisten Kunden verwenden R-Studio sicherlich für die Datenrettung unter Windows. Aber offenbar ist die Nachfrage nach den Unix/Linux-Dateisytemen und auch Macintosh so groß, dass hier immer weiter an der Unterstützung gearbeitet wird.

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