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Tutorial

Vorgehensweise bei der Datenrettung von Fotos auf Speicherkarten

R-Studio kann auch Daten von Speicherkarten (Compact Flash, Secure Digital, Memory Stick u.a.), USB-Sticks und anderen Wechseldatenträgern retten. Schnell ist es passiert und man hat die Daten der Speicherkarte der Digitalkamera formatiert, obwohl man die Fotos noch gar nicht auf den PC überspielt oder einfach eine falsche Taste gedrückt hat. Mit R-Studio kann man diese Daten häufig retten.

Nach dem Start von R-Studio, sieht man in der Geräte/Datenträger –Liste auch die Wechselmedien - im Beispiel eine SD-Karte als Laufwerk „J“. Doppelklicken Sie nun das Laufwerk „J“.



R-Studio öffnet daraufhin die Ordneransicht des Laufwerks. Im Root findet man das Verzeichnis DCIM (je nach Hersteller sind andere Bezeichnungen möglich!) und dort das Bilderverzeichnis „?00_PANA“. Das Verzeichnis ist mit einem roten „X“ markiert, weil es gelöscht wurde. Wenn Sie das Verzeichnis anwählen, wird rechts der Inhalt angezeigt. Dort finden Sie die Fotos mit der Bezeichnung „?1000144.JPG“ (je nach Hersteller sind andere Bezeichnungen möglich!).



Hinweis: Die Fragezeichen an der ersten Stelle im Ordner- und Dateinamen sind die Markierungen dafür, dass diese Dateien gelöscht wurden.



Wenn Sie einen Doppelklick auf eine Bilddatei machen, so wird diese in der Vorschau angezeigt und Sie können leicht sehen, ob das Bild das gewünschte ist und ob es gerettet werden kann.

Markieren Sie nun die Dateien, die Sie retten wollen und klicken wählen Sie in der Symbolleiste „Markierte wiederherstellen“ oder wählen Sie „Wiederherstellen“, um alle gefundenen Dateien wiederherzustellen. Sie werden nun aufgefordert, einen Speicherort für die Dateien anzugeben.



Wichtiger Hinweis: R-Studio stellt normalerweise Dateien mit der ursprünglichen Verzeichnisstruktur wieder her. Diese bedeutet, dass Dateien, die sich z.B. in „Daten/Fotos“ befanden, auch wieder in ein Verzeichnis „Daten/Fotos“ kopiert werden. Nun aber an dem Speicherort, den Sie angeben. Bei dieser Wiederherstellung kommen jetzt die „?“ aus unserem Beispiel (siehe Bild oben) wieder ins Spiel. R-Studio wird versuchen, die Dateien in das Verzeichnis „?00_PANA“ zu kopieren. Beim Anlegen eines Verzeichnisses, das ein „?“ enthält, kommt es jedoch zu einem Fehler, da dies nicht zulässig ist. Sie haben in einem solchen Fall nur die Möglichkeit, in den Optionen den Punkt „Verzeichnisstruktur wiederherstellen“ abzuschalten. Dann werden alle Dateien, die Sie wiederherstellen, in das von Ihnen gewählte Zielverzeichnis kopiert. Die ursprüngliche Verzeichnisstruktur geht dabei verloren.



Rettung von Fotos nach dem Löschen und Neuaufnehmen von Fotos

Wenn Sie die Fotos auf dem Speichermedium gelöscht bereits neue Fotos aufgenommen haben, bevor Sie merken, dass vorher noch wichtige Bilder auf dem Medium waren, dann werden nach dem Öffnen des Datenträgers mit „Laufwerksdatei öffnen“ nur die neuen Fotos zu sehen sein. Um nun nach den alten Fotos zu suchen, müssen Sie das Medium scannen. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf den Laufwerksbuchstaben des gewünschten Laufwerks, in unserem Beispiel „J“ und wählen Sie „Scannen...“ (siehe Bild).



Der Scan-Vorgang wird einige Zeit dauern, abhängig von der Größe des Mediums.

Danach sehen Sie normalerweise einen oder mehrere Einträge in grüner Schrift mit „Erkannt“. Der oberste grüne Eintrag ist die aktuelle Partition. Wenn Sie weitere Einträge finden, so sind diese ältere Partitionen.

In unserem Beispiel bedeutet diese, dass wir keine älteren Partitionen gefunden haben und folglich die alten Fotos verloren sind. Sie sollten allerdings sicherheitshalber den Eintrag „Erkannt1“ doppelklicken, um sich zu vergewissern und Sie sollten auch einen Blick in „Extra gefundene Dateien“ werden, denn hier legt R-Studio die gefundenen Dateien nach Dateityp ab.




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