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Datenrettung über das Netzwerk mit R-Studio Netzwerk-Edition


Die Datenrettung über das Netzwerk ist in vielen Fällen eine praktische Funktion von R-Studio. Es hilft bei der Wiederherstellung von Daten, wenn man keinen direkten Zugang zum Datenträger hat. Dies ist beispielsweise bei einem Laptop der Fall, dessen Festplatte sich nicht einfach zu entnehmen ist oder bei einem Netzwerk-Server mit einem RAID-Controller. Häufig arbeitet die Hardware normal und das Problem liegt bei den Daten auf diesem Gerät. Die Datenrettung über das Netzwerk ist eine hervorragende Lösung für solche Fälle.

Das Konzept der Datenrettung über das Netzwerk ist bei R-Studio sehr einfach: Auf dem Remote-Computer wird der R-Studio Agent gestartet, während auf dem Administrations-Computer R-Studio läuft.

R-Studio und der R-Studio Agent übertragen dabei keine Datenmengen über das Netzwerk, um diese zu analysieren. Die tatsächliche Datenanalyse wird vom R-Studio Agent direkt auf dem Computer durchgeführt und es werden nur Informationen zu den Daten an den Administrations-Computer mit R-Studio übertragen.


Es sind drei typische Szenarien bei der Datenrettung über das Netzwerk denkbar:
(Je nach Lizenztyp kann es Einschränkungen geben.)


Fall 1

Der Fall: Betroffen ist die Festplatte einen Laptops, die nicht ausgebaut werden soll. Oder es handelt sich um ein versiegeltes Gerät, dessen Siegel nicht geöffnet werden soll. Die Hardware und auch das Betriebssystem funktionieren normal, nur verschiedene gelöschte Dateien sollen wiederhergestellt werden.

Die Lösung: Man verbindet das Laptop mit einem Computer, auf dem R-Studio läuft über ein Netzwerk oder direkt über ein Netzwerkkabel. Der R-Studio Agent wird auf einen Speicher-Stick kopiert, am Laptop angesteckt und diese damit gestartet. Danach nimmt man vom Hauptcomputer aus mit R-Studio Kontakt zum R-Studio Agent auf dem Laptop auf und beginnt mit der Datenwiederherstellung, ganz so, als wenn R-Studio direkt auf dem Laptop installiert wäre.



Fall 2

Der Fall: Es handelt sich um einen Laptop, dessen Festplatte nicht ausgebaut werden soll oder um ein versiegeltes Gerät. Die Hardware funktioniert normal, aber der Computer startet nicht, da der Systemdatenträger defekt ist.

Die Lösung: Man verbindet das Laptop mit einem Computer, auf dem R-Studio läuft über ein Netzwerk oder direkt über ein Netzwerkkabel. Der Laptop wird mit dem R-Studio Agent gestartet (von CD, DVD oder USB-Stick). Danach nimmt man vom Hauptcomputer aus mit R-Studio Kontakt zum R-Studio Agent auf dem Laptop auf und beginnt mit der Datenwiederherstellung, ganz so, als wenn R-Studio direkt auf dem Laptop installiert wäre.

Alternativ können man in diesem Fall auch R-Studio Emergency anstelle von R-Studio Agent Emergency verwenden.

Fall 3

Der Fall: In einem Firmennetzwerk sind auf Daten-kritischen Computern R-Studio Agents vorinstalliert. Auf einer Administrator Workstation ist R-Studio Netzwerk-Edition installiert. Auf einem Computer sind Datenfehler aufgetreten, das Betriebssystem läuft einwandfrei auf diesem System.

Die Lösung: Man verbindet sofort R-Studio über das Netzwerk mit dem R-Studio Agent, der auf diesem Computer installiert ist und beginnt mit der Datenrettung.

Da keine Software installiert, nichts auf die Festplatte geschrieben und auch der Computer nicht neue gebootet werden muss, bestehen gute Chancen für eine erfolgreiche Datenrettung.



Die Datenrettung über das Netzwerk läuft generell in drei Schritten ab:

  1. Starten und konfigurieren des R-Studio Agents auf dem Remote-Computer
  2. Herstellen einer Netzwerkverbindung zwischen R-Studio und dem R-Studio Agent.
  3. Wiederherstellen der Daten auf dem Remote-Computer, als wäre R-Studio direkt auf diesem Computer installiert.

Die Schritte im Detail..

1. Starten und konfigurieren des R-Studio Agents auf dem Remote-Computer.

1.1 Starten von R-Studio Agent

Abhängig vom oben beschriebenen Ausgangszenarium ergeben sich die folgenden Vorgehensweisen:

Fall 1: Kopieren Sie den R-Studio Agent Portable auf einen Flash-Speicher-Stick und starten Sie ihn auf dem Remote-Computer. Unter den meisten Windows-Betriebssystemen brauchen Sie dazu Administratorrechte. Wenn Sie diese nicht haben, dann wird der R-Studio Agent Sie nach Anmeldenamen und Passwort fragen.

Wenn der R-Studio Agent startet, fragt er zuerst nach der Registriernummer. Falls vorhanden, können Sie diese eingeben oder Sie starten im Testmodus.

Danach zeigt der R-Studio Agent die folgende Anzeige:



Fall 2: Erstellen Sie ein R-Studio Agent Bootmedium (siehe Hilfe -> R-Studio Agent Emergency - Erstellen eines Bootmediums). Starten Sie den Computer mit dem R-Studio Agent Bootmedium (siehe Hilfe -> R-Studio Agent Emergency -> Einen Computer mit dem R-Studio Agent Bootmedium starten).

Fall 3: Installieren den R-Studio Agent auf dem Remote-Computer. Starten Sie die Setup-Datei und folgen Sie den Anweisungen des Installationsprogramms. Auf den meisten Windows-Versionen benötigt man dafür Administratorrechte. Wenn der R-Studio Agent startet, erscheint sein Symbol in der Systemleiste.



1.2 Konfiguration des R-Studio Agent

R-Studio Agent Emergency (Bootmedium):
Wenn Sie in Ihrem Netzwerk einen DHCP-Server verwenden, wird R-Studio Agent Emergency die IP-Adresse automatisch beziehen. Wenn es keinen DHCP-Dienst gibt, dann müssen Sie die IP-Adresse und Netzwerkmaske manuell eingeben.

R-Studio Agent Portable und vorinstallierte Version
Führen Sie einen Rechtsklick auf das R-Studio Agent-Symbol in der Systemleiste durch und wählen Sie ‚Configure‘. Geben Sie das Passwort für diesen Agenten und die IP-Adresse des Computers, auf dem R-Studio installiert ist, ein.



2. Herstellen der Verbindung zwischen R-Studio und R-Studio Agent über das Netzwerk

Klicken Sie in R-Studio auf ‚Zu Remote verbinden“. Wählen Sie den Computer, auf dem R-Studio Agent installiert ist:



Wenn Sie eine Verbindung zu R-Studio Agent Emergency aufbauen, müssen Sie die IP-Adresse des Computers in das Feld ‚Computer‘ eingeben und das Feld ‚Passwort‘ freilassen.

Wenn der R-Studio Agent auf dem Remote-Computer im Testmodus läuft, erscheint ein Dialog für die Eingabe des Registriercodes für den Agenten. Um eine Datenrettung durchzuführen, müssen Sie den Registriercode eingeben oder klicken Sie auf ‚Demo“ um mit dem Agenten im Testmodus fortzufahren. Im Testmodus können alle Aktionen (Dateisuche, Vorschau, Scannen usw.) durchgeführt werden, aber nicht die Rettung von Dateien.

Wenn R-Studio und der R-Studio Agent miteinander verbunden sind, dann erscheinen die Datenträger und Laufwerke des Remote-Computers in der R-Studio-Laufwerksanzeige:

Hinweis: Wenn Sie R-Studio mit R-Studio Agent Emergency verbinden, hat die R-Studio-Laufwerksanzeige ein anderes Aussehen:



3. Datenrettung vom Remote-Computer, als wäre R-Studio auf diesem Computer installiert

Sie können alle Datenwiederherstellungsoperationen durchführen:



Wenn der Wiederherstellungsdialog erscheint, können Sie wählen, ob die Daten auf dem lokalen oder dem Remote-Computer gespeichert werden sollen. Das Speichern auf dem Remote-Computer hat den Vorteil, dass keine Dateien über das Netzwerk übertragen werden müssen, setzt aber eine intakte Festplatte auf dem Remote-Computer voraus. Dies kann auch eine externe USB-Festplatte sein, wie im Beispiel:

Sie könnten sogar die geretteten Dateien auf einem weiteren Remote-Computer speichern, wenn dort ein R-Studio Agent läuft.

Schauen Sie sich ein paar Dateien in der Vorschau an, um die Rettungschancen abzuschätzen:



Scannen der Datenträger auf dem Remote-Computer:



Objekte anschauen/bearbeiten:



Und sogar ein Objekt auf ein anderes kopieren.



Wer die Netzwerk-Funktionalität nur einmalig braucht, kann eine Funktionalität mit einem Trick auch mit der Standard-Version nutzen. Verwenden Sie die Testversion von R-Studio Netzwerk um ein Image des Datenträgers auf dem Remote-Computer zu erstellen und speichern Sie das Image auf dem lokalen Computer. Dann verwenden Sie die normale R-Studio-Version um die Datenrettung mit der Image-Datei durchzuführen.





Auswahl der Datenrettungssoftware

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