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Assistent

Datenrettung nach Formatierung und bei zerstörten Stukturen

Nach dem Formatieren der Festplatte oder wenn bei der normalen Suche bestimmte Dateien nicht gefunden wurden, bietet R-Studio das Scannen des Datenträgers bzw. der Partition an. Wechseln Sie dazu wieder in die Laufwerksansicht, wählen Sie die Partition an und wählen Sie den Punkt „Laufwerk/Scannen“. Wahlweise können Sie auch mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Laufwerksbuchstaben klicken und im Kontextmenü den Punkt "Scannen..." auswählen.



Hinweis: Der Scanvorgang dauert erheblich länger als die vorher beschriebene Dateisuche, da hier jedes Byte der Partition bzw. des Datenträgers nach verwertbaren Daten durchsucht wird.

Im folgenden Dialog können Sie verschiedene Einstellungen vornehmen oder alles in der Grundeinstellung belassen und auf „Scannen“ drücken.



Empfehlenswert ist, bei „Dateisystem -> Ändern“ die Haken bei den Dateisystemen zu entfernen, die auf Ihrer Festplatte nicht verwendet werden. Bei einem Windows-System wird normalerweise nur „NTFS“ benötigt, gelegentlich noch „FAT“. Nur dort müssen dann die Haken stehen.

Bei der Scanansicht können Sie „Einfach“ wählen, da diese etwas schneller geht.

Als Ergebnis erhält man mehrere Einträge der Form Erkannt0, Erkannt1 usw. Dies sind die aktuelle Partition und ältere Partitionsdaten. Der oberste Eintrag stellt dabei den aktuellen Stand dar, darunter sind ältere Partitionsdaten angeordnet, die vorher einmal existiert haben. Die verschiedenen Einträge entstehen in der Regel durch ein Neuformatieren bzw. Ändern der Partitionen.

Scannen.tif

Im Beispielbild (links) sieht man, dass die Partition jetzt mit NTFS formatiert ist (Erkannt0), vorher aber eine FAT32-Partition war (deren Partitionsstart und -größe zudem geändert wurde; Erkannt1 und Erkannt2).

Wichtig sind primär die grünen Einträge und dabei vor allem der oberste Eintrag. Wenn Sie gerade die Partition neu formatiert oder geändert haben und noch die alten Dateien suchen wollen, dann ist vermutlich der zweite Eintrag in dieser Liste der für Sie relevante.

In der Regel gilt, je größer die Ziffer, desto älter der Eintrag. Grüne Einträge enthalten wahrscheinlich noch alle Einträge, orange und rote sind mehr oder weniger unvollständig.

Grüne Einträge: Sowohl Boot-Datensätze, als auch Dateieinträge wurden auf dieser Partition gefunden. Die Rettungschancen sind sehr gut.

Orange Einträge: Nur Dateieinträge wurden auf dieser Partition gefunden. Die Rettungschancen sind mittelmäßig.

Rote Einträge: Nur Boot-Datensätze wurden auf dieser Partition gefunden. Die Rettungschancen sind schlecht.



Wenn Sie die Einträge doppelt anklicken, beginnt das normale Auflisten der Dateien. Sie werden erstaunt sein, was hier noch zum Vorschein kommt. Gerade bei älteren Daten bzw. nach einer Formatierung kommt es häufig vor, dass die Verzeichnisstruktur nicht mehr erhalten ist. R-Studio erstellt dann Hilfsverzeichnisse, die einfach durchnummeriert sind (z.B. $$$FOLDER00004, $$$FOLDER000121, ...).

Die eigentliche Datenrettung geschieht dann in der im vorherigen Kapitel beschriebenen Art und Weise.

Hinweis: Schauen Sie auf jeden Fall auch in das Verzeichnis "RECYCLED" bzw. "RECYCLER", denn hier finden Sie die Dateien, die sich zuerst im Papierkorb befanden und dort gelöscht wurden!

Gezielte Suche nach Dateien eines bestimmten Typs

Eine interessante Funktion von R-Studio ist die Erkennung der Dateitypen. Beim Scannen (nicht beim normalen Einlesen einer Partition!) werden die gefundenen Dateien auch anhand ihres Dateityps analysiert und in eine Liste eingetragen.



Sie erhalten dann zusätzlich einen Eintrag "Extra gefundene Dateien" nach dem Scanvorgang. Öffnen Sie diesen durch einen Doppelklick.



Seit der Version 5 werden die Dateien auch beim normalen Einlesen nach Erweiterungen und auch nach Datum sortiert. Unterhalb der Verzeichnisliste sehen Sie daher den Eintrag

Sortiert nach: Echte Struktur – Erweiterungen – Erstellungsdatum – Änderungsdatum - Zugriffsdatum

Die integrierte Dateivorschau von R-Studio erkennt viele Dateitypen. Damit können Sie die gefundenen Dateien schon vorab ansehen und somit direkt erkennen, ob die Datei noch gerettet werden kann. Die jeweilige Anwendung muss nicht installiert sein. R-Studio  erkennt Office-Dateien, Bilder, Filme, Musikdateien und vieles mehr.





Auswahl der Datenrettungssoftware

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